Es gibt zwei Wege, sich auf die MFA-Prüfung vorzubereiten: den kurzen Sprint in den letzten Wochen – oder den smarten Weg, der über die gesamte Ausbildung geht. Wer beides kombiniert, hat den größten Vorteil.
Der beste Lernplan: täglich 2 Minuten über die gesamte Ausbildung
Klingt fast zu wenig – funktioniert aber nachweislich am besten. Das Prinzip heißt Spaced Repetition: Wissen, das du regelmäßig in kleinen Dosen abrufst, wird langfristig im Langzeitgedächtnis verankert. Wissen, das du kurz vor der Prüfung reinpaukst, ist danach wieder weg.
Konkret bedeutet das für die MFA-Ausbildung:
- 1. Lehrjahr: Täglich 2–3 Fragen zu laufenden Unterrichtsthemen beantworten – kein Druck, nur Wiederholung
- 2. Lehrjahr: Stoff aus dem 1. Lehrjahr regelmäßig auffrischen + neue Themen dazu
- 3. Lehrjahr: Alle Bereiche gezielt wiederholen – der Stoff sitzt bereits, weil du ihn nie komplett liegenlassen hast
Wer das konsequent durchzieht, geht in die Prüfung ohne Panik. Denn der Stoff ist nicht neu – er ist vertraut. Das Vier-Wochen-Sprint darunter ist trotzdem sinnvoll als gezielte Endvorbereitung – aber nicht als einzige Strategie.
Der 4-Wochen-Sprint: Gezielt zur Abschlussprüfung
Vier Wochen klingen kurz – aber mit dem richtigen Plan reicht die Zeit absolut, um alle drei Prüfungsbereiche nochmals sicher zu festigen. Entscheidend ist nicht, wie viele Stunden du lernst, sondern wie du lernst.
Woche 1 – Behandlungsassistenz
Starte mit dem Bereich, der in der Prüfung am stärksten gewichtet wird. Ziel dieser Woche: alle Kernthemen einmal durcharbeiten, noch keine Perfektion.
- Tag 1–2: Hygiene & Sterilisation – RKI-Kategorien, Händedesinfektion, Aufbereitung von Instrumenten
- Tag 3: Laborwerte – Normalwerte Hb, Leukozyten, Thrombozyten, HbA1c, Leberwerte
- Tag 4: Blutentnahme, Injektionstechniken (i.m., s.c., i.v., Winkel)
- Tag 5: EKG-Ableitungen, Blutdruck, Puls
- Tag 6: Notfallmedizin – BLS-Algorithmus, FAST-Test, Schockformen
- Tag 7: Wiederholung aller Fehler aus Woche 1
Woche 2 – Betriebsorganisation & Verwaltung
Abrechnung, DSGVO und Praxisorganisation – dieser Bereich wirkt trocken, ist aber gut erlernbar, weil er viel auf logischem Verständnis basiert.
- Tag 1–2: EBM vs. GOÄ, Kassenpatient vs. Privatpatient, IGeL
- Tag 3: Praxisformen – BAG, Praxisgemeinschaft, MVZ, Einzelpraxis
- Tag 4: DSGVO, Schweigepflicht, Datenweitergabe
- Tag 5: Aufbewahrungsfristen, Mahnwesen, Zahlungsverzug
- Tag 6: Lagerhaltung FIFO, Bestellwesen, Verfallsdaten
- Tag 7: Fehlerdurchgang + Mix aus Woche 1 & 2
Woche 3 – Wirtschafts- und Sozialkunde
WiSo hat viele Paragrafen – aber in der Prüfung kommen immer wieder dieselben Themen dran. Fokus auf die häufigsten.
- Tag 1–2: BBiG – Probezeit, Kündigung, Ausbildungsverhältnis
- Tag 3: JArbSchG – Arbeitszeiten, Urlaubsanspruch Jugendlicher
- Tag 4: MuSchG & Elternzeit
- Tag 5: Sozialversicherung – alle 5 Zweige, Beiträge, Pflichtversicherung
- Tag 6: Steuern, Steuerklassen, Brutto/Netto
- Tag 7: Fehlerdurchgang + Generalwiederholung aller 3 Bereiche
Woche 4 – Generalwiederholung & Prüfungsstrategie
Kein neuer Stoff mehr. Jetzt geht es um Sicherheit und Prüfungsroutine.
- Tag 1–3: Simuliere täglich einen kompletten Prüfungsdurchgang (alle 3 Bereiche gemischt, Zeitlimit setzen)
- Tag 4–5: Alle noch offenen Fehler nochmals gezielt wiederholen
- Tag 6: Leichter Durchgang, keine neuen Themen mehr
- Tag 7 (Abend vor der Prüfung): Früh schlafen gehen. Kein intensives Lernen mehr.
Am Prüfungstag
- Ausreichend essen und trinken vor der Prüfung
- Alle Fragen lesen, bevor du antwortest – oft helfen spätere Fragen beim Lösen früherer
- Bei Multiple-Choice: erst offensichtlich falsche Antworten eliminieren
- Nicht zu lange an einer Frage hängen – weitermachen, am Ende zurückkehren
- Auf die genaue Anzahl der richtigen Antworten achten (1 oder 2?)
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